Nicht die älteren, sondern die jüngeren Parteimitglieder der SVP fordern derzeit vehement eines: „Keine Öffnung der Partei gegenüber Italienern.“ Zudem sei die Diskussion derzeit absolut fehl am Platz, betonen Landesjugendreferent Philipp Achammer und seine Stellvertreter Heidi Gamper, Thomas Rauch und Daniel Ellecosta. Auch die Art und Weise, mit welcher die Diskussion zurzeit geführt wird, behagt der Jungen Generation in der SVP momentan nicht, wie sie in einer Aussendung klarstellt.
„Wir sind der Meinung, dass vor allem eine Öffnung für Kandidaturen von italienischsprachigen Mitbürgern auf SVP-Listen nicht in Frage kommen darf. Dadurch gerät nicht nur die Daseinsberechtigung der Partei als Vertretung der deutschen und ladinischen Minderheit in Zweifel, sondern es wird auch ein gefährliches Spiel mit wichtigen Grundsäulen unseres Autonomiestatutes getrieben“, so die JG.
„Wir möchten wissen, wie man morgen diese rechtfertigen will, wenn man insgeheim bereits den eigenen Status als Minderheitenpartei aufgegeben hat.“ „Mit aller Vehemenz wehren wir uns dagegen, dass der SVP-Basis jetzt diese Diskussion nahezu aufgezwungen wird. Vor allem in den ländlichen Gebieten habe man sich nie für eine Öffnung der SVP ausgesprochen. „Im Gegenteil“, so die JG-Führung in der Aussendung.
„Und schon gar nicht möchten wir, dass sich die Partei kontinuierlich im Wind dreht und sich in ihrer zukünftigen Entwicklung nur mehr an jenen Wählerschichten orientiert, bei denen die Partei zulegt und dabei die verloren gegangenen aufgibt“.
Wirtschaft und »Sudtirolo«.
Vor 1 Tag

1 Kommentare:
ich finde die diskussion, italiener in die partei aufzunehem oder nicht, an der stelle sehr wohl angebracht. schließlich bewirbt die svp ja auch die italienische wählerschicht. klar, wenn sich der trend fortsetzt, wird man sich die die frage stellen müssen, ob diese wählerschicht die svp nur ankreuzen darf oder eben auch parteipolitisch mitreden.
die position der jg finde ich richtig, nur sollte man das auch ein für allemal in der partei klären und eine einheitliche stellung dazu nehmen. denn sonst belügt man einerseits die italienische wählerschaft, die größtenteils wohl abspringen würde, würde sie um ihr (zukünftiges) mitspracherecht gebracht, andererseits die deutsche, die man als minderheitenpartei anspricht.
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