Anbei unsere Pressemitteilung von heute Montag, 4. Mai 2009.
Die Uhr tickt! In etwas mehr als zwei Monaten muss das Haus der Solidarität in Milland seine Tore schließen. Fieberhaft wird eine neue Unterkunft gesucht. Die Standortfrage des Hauses der Solidarität ist nunmehr zu einem emotional aufgeheizten Thema mutiert. Mehrere Szenarien werden diskutiert, eine Lösung ist aber noch nicht in Sicht. Eine Delegation der Jungen Generation Brixen der Südtiroler Volkspartei machte sich deshalb vor kurzem vor Ort ein Bild der Situation. „Überrascht waren wir vom ruhigen, geordneten Ambiente im Haus, dies scheint absolut kein sozialer Brennpunkt zu sein“ sind die JG-Vertreter überzeugt.
Aus Sicht der Gemeindeverwaltung ist das Ex-Telekom Gebäude in der Dantestrasse die ideale Übergangslösung bis ein anderer, definitiver Standort gefunden wird. „Doch Fakt ist, dass sich dieses Gebäude nicht wirklich für die Struktur des HdS eignen würde“ so Bezirksjugendreferent Dietmar Pattis nach dem Lokalaugenschein. „Es ist zu klein, muss noch gänzlich umgebaut werden und wer die finanziellen Umbaukosten und die entstehenden Folgekosten übernimmt, ist in keinster Weise klar.“
Mehr als kritisch sieht die JG auch die Tatsache, dass sich dieses Gebäude in Privatbesitz befindet, die Umbauarbeiten für die Übergangslösung des HdS würden somit längerfristig von der öffentlichen Hand finanziert. „Es ist sehr schwierig, Bürger um Spenden zu bitten, wenn klar wird, dass dieses Geld großteils zum privaten Vermieter fließt“, unterstrich die HdS – Führung im Gespräch mit der JG. Auch muss das Ex -Telecom Gebäude noch einer anderen Zweckbestimmung zugeführt werden, was wiederum dem Privatinvestor zu Gute käme. „Wir fordern somit die absolute Transparenz in dieser Diskussion“ so Pattis.
Im Standortvorschlag „Runggadgasse“ sehen wir sehr wohl eine realistische Lösung, da dieser zentrumsnah und strategisch gut gelegen ist. Ein Haus der Begegnung in dieser Lage würde ganz sicherlich zur Aufwertung der Zone beitragen. Das klare Zukunftskonzept des HdS könnte die lang geforderte Belebung dieser „vernachlässigten“ Zone einleiten. Letztlich kann auch die im HdS täglich gelebte Integration Beispiel geben für das interethnische Miteinander in der Stadt. Zudem würde die Streetworkerfunktion des Hauses diesen Brennpunkt entschärfen.
Es muss Aufgabe der Politik sein, im Sinne der Subsidiarität autonom geführte Strukturen, welche sozialen Härtefällen unter strikten Regeln eine Sozialisierung ermöglichen, aktiv zu fördern, zumindest durch die Bereitstellung einer geeigneten Struktur. Dies würde sich eine Initiative wie das HdS verdienen, weil von deren Tätigkeit die ganze Gesellschaft profitiert.
In diesem Sinne regt die JG Brixen an, die Entscheidung bezüglich des Ex Telecom Gebäudes zu verwerfen und klare Verhältnisse zu schaffen. Wir können in allen Medien über die Situation des HdS diskutieren, doch erst dann wenn alle politischen Entscheidungsträger einmal vor Ort gewesen sind! „Die Entscheidung, die wir in dieser Hinsicht fällen, werden wir noch lange spüren - positiv oder eben negativ" so Pattis und Mussner abschließend.
Landtag gegen EGMR.
Vor 1 Tag

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