Freitag, 2. Oktober 2009

JG: „Den Schulsport wesentlich verbessern“

Bewegungsmangelkrankheiten wie etwa Diabetes oder Adipositas haben in den letzten Jahren drastisch zugenommen. Auch die Sporthochschule Köln sowie das Institut für Sportwissenschaft an der Universität in Innsbruck schlagen Alarm: Bereits heute leiden etwa 40 bis 60 Prozent der europäischen Bevölkerung an Haltungsschwächen im Bewegungsapparat. Ursache ist in vielen Fällen die mangelnde körperliche Betätigung – Tendenz steigend! Aber vor allem koordinative Tests im Kindesalter bringen erschreckende Fakten ans Tageslicht.

„Wir von der Jungen Generation in der Südtiroler Volkspartei sind daher überzeugt davon, dass die Grundsteine für einen aktiven Lebensstil bereits im Grundschulalter gelegt werden“, sagt SVP - Bezirksjugendreferent Dietmar Pattis. „Wir glauben, dass der Schulsport in Südtirol für alle Altersklassen wesentlich verbessert werden muss. Dabei solle es nicht nur um eine quantitative Erhöhung der Sportstunden im Unterricht gehen, sondern es müssen auch qualitative Aspekte besondere Beachtung erfahren“, so Pattis weiter.

Das Problem des Bewegungsmangels darf jedoch nicht nur auf die Schule abgeschoben werden. Anzustreben ist eine Synergie zwischen Schule, Elternhaus, Freizeitaktivitäten und Vereinen. „Zudem solle auch der Leistungsgedanke im Jugendalter etwas entschärft werden; Freude an der körperlichen Betätigung, Soziale Erfahrungen oder einfach der Spaß am Sport müssen primäre Ziele sein“ ist JG Chef Philipp Achammer überzeugt.

Die Gesundheit ist das größte Gut, welches der Mensch sein Eigen nennen darf. Lediglich aus diesem Grund sehen wir es als erstrebenswert, dass hier sofort konkrete gesundheitspolitische Schritte gesetzt werden. „Um die Logistik der Lehrerzuteilung bestmöglich zu lösen, wäre auch die Sportlehrer - Ausbildung an ein weiteres Fach zu koppeln anzudenken, wie es etwa in Österreich bereits möglich ist“, so die JG Vertreter abschließend.

Besonders im Grundschulalter durchleben die Kinder eine Phase, in welcher sie Bewegungsabläufe schneller erlernen, dieser kindliche Bewegungsdrang muss deshalb akzeptiert und gefördert werden. Hier spielt die Schule eine wesentliche Rolle: Wir erachten es somit als ersten wichtigen Schritt qualifiziertes Personal auch in der Grundschule einzustellen, vorhandenes Personal auszubilden und die Sportstunden in allen Schulstufen zu erhöhen.


Eine Delegation der Jungen Generation hat sich kürzlich auch mit Schulamtsleiter Dr. Peter Höllrigl und dem Koordinator des Schulsports Dr. Eduard von Grebmer getroffen und ihr Anliegen dort deponiert.

1 Kommentare:

pöser adi hat gesagt…

würstl mit schinkn forever